Was Produkte wirklich cool macht – Psychologische Produktgestaltung – Die große Bedürfnisreihe Teil 1: Einführung

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Das Wissen um die Wichtigkeit von guter Bedienbarkeit bei Produkten ist heute in den meisten Unternehmen angekommen. Die Begriffe Usability und User Experience gehören inzwischen zum Standard-Repertoire von vielen Firmen und viele größere Unternehmen besitzen mittlerweile eigene Abteilungen, deren Aufgabe es ist, einfach gestaltete Produkte zu gewährleisten. Das ist gut so!

Doch damit sollte es nicht aufhören. Es reicht nicht, ein einfach zu bedienendes Produkt zu entwickeln, wenn man Nutzer begeistern möchte. Begeisterung braucht Emotionen. Gute Bedienbarkeit alleine schafft dafür die Grundlage, aber eben auch nicht mehr. Wie mein früherer Mentor öfter zu mir sagte: Usability ist doch langweilig! Ganz so sehe ich das natürlich nicht, auch nach über 10 Jahren in der Produktoptimierung. Aber ich verstehe, was er meint. Wenn ein Produkt sich damit zufrieden gibt, einfach nur einfach zu sein, verschenkt das Produkt – und damit das entwickelnde Unternehmen – eine Menge Potential. Produkte über die Medien und Blogger berichten, wegen denen tagelang vor Geschäften gecampt wird und über die schon Monate vor Verkaufsstart täglich geschrieben wird, sind nicht „nur“ einfach. Manchmal sind sie sogar gezielt das Gegenteil. Aber eines tuen sie immer: sie lösen Emotionen bei den Nutzern aus. Und Emotionen entstehen durch die Befriedigung von Bedürfnissen. Deswegen möchte ich mich in der hiermit startenden Blogreihe mit Bedürfnissen im Umgang mit technischen Produkten beschäftigen.

Die eher technischen Leser unter Ihnen werden jetzt stutzen. Bedürfnisse, was soll das denn? Das ist mir vollkommen klar und auch eine Reaktion, die uns zu Beginn eines neuen Kontakts in unserem täglichen Arbeitsleben immer wieder entgegen schlägt. Der Wert der Bedürfnisse und wie sie sich durch gute Gestaltung und einige Designpatterns in der täglichen Arbeit berücksichtigen lassen soll daher der Kern dieser Reihe sein. Ich hoffe, dass ich Ihnen, lieber Leser, damit das gleiche Aha-Erlebnis ermögliche, wie den Kunden, mit denen wir an diesen Themen arbeiten oder den Teilnehmern aus unseren Seminaren. Es würde  mich freuen, wenn Sie sich bei Ihrem nächsten Produkt nicht nur fragen würden: Wie kann ich es möglichst einfach machen?, sondern vielleicht auch: Welche Bedürfnisse haben meine Nutzer und wie kann ich diese in meinem Produkt berücksichtigen? Insgesamt wird die Reihe 7 Bedürfnisse vorstellen. Jedem Bedürfnis möchte ich einen eigenen kurzen Beitrag widmen, der Ihnen erklärt, um was für ein Bedürfnis es sich handelt, woran Sie es gewöhnlich erkennen und Ihnen beispielhaft ein Designpattern vorschlagen, mit dem Sie dieses Bedürfnis berücksichtigen können. Ab jetzt können Sie Anfang jedes Monats etwas Neues zum Thema Bedürfnisse lernen. Starten werden wir im nächsten Monat mit einem Beitrag zum Thema „Status“. Ich würde mich freuen, wenn Sie dabei bleiben!

Übersicht über die Reihe:
Teil 1: Einführung
Teil 2: Status
Teil 3: Kompetenz
Teil 4: Autonomie
Teil 5: Verbundenheit

Bildquelle: pixabay.com

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